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Der untrennbare Zusammenhang von Mensch und Wasser begründet die
Tradition des Brunnenbaus. Die Versorgung des Menschen mit Trink- und
Brauchwasser beginnt mit der Wassergewinnung, zum Beispiel durch
Brunnen.
In früheren Jahrhunderten war der Bau von Brunnen schwere Handarbeit.
Heute haben neue Baumethoden, Geräte und die Motorisierung Eingang in
den Brunnenbau gefunden. Maschinentechnik und Brunnenbau sind daher eng
miteinander verbunden. Die Erschließung großer Bohrtiefen und große
Bohrdurchmessser sind heutzutage tägliche Praxis.
Die Brunnenbauunternehmen in Niedersachsen bohren aber nicht nur
Brunnen. Sie errichten auch komplette Pumpwerke, stellen Behälter- und
Wasserreinigungsanlagen auf und verlegen Rohrleitungen. Die
Wasserversorgung und -entsorgung gehört ebenso zu ihren Aufgaben. Mit
unterschiedlichen Bohrverfahren werden Baugrund erschlossen und die
Lagerstätten von Bodenschätzen erkundet. Bohrungen zur Anwendung der
Geothermie, d. h. das Erschließen von Erdwärme zur direkten Nutzung für
Heizungsanlagen und die Warmwasseraufbereitung, rücken in einer Zeit
hoher umweltpolitischer Sensibilität mehr und mehr in den Mittelpunkt
der Tätigkeit.
Mit Bohrungen für Tiefgründungen, wie zum Beispiel Pfahlgründungen,
bewältigen moderne Brunnen- und Wasserwerksbauunternehmen schwierigste
Gründungsarbeiten. Im Rahmen des Umweltschutzes sind die Unternehmen
des Brunnen-, Wasserwerks- und Rohrleitungsbaus auch bei der Erkundung
des Grundwassers in den Bereichen von Altdeponien und Altstandorten
tätig.
Die Landesfachgruppe Brunnenbau umfasst derzeit 23 Mitgliedsbetriebe bzw. Gastmitglieder.
Rundschreiben aktuell
BR 4/2010
Neue Projektaufgaben für die überbetriebliche
Ausbildung Brunnenbauer/in und Handreichung
für die Ausbildung

Betriebswirt Wilhelm Reihl